Mithilfe von Permanentmagneten unterschiedlicher Intensität wurde die Wirkung eines Magnetfelds auf das Kristallwachstum von in einer Wirbelschicht suspendiertem Kalzit untersucht. Die Magnete wurden auf der Schwebeschicht befestigt, auf der der Kristall wuchs. Die Wachstumsraten des Kalzits wurden mithilfe der Methode der konstanten Zusammensetzung bei verschiedenen Übersättigungsgraden (o), pH-Werten und Ionenstärken (I) gemessen. Die Kalzitwachstumsraten waren in Gegenwart eines Magnetfelds niedriger als ohne Magnetfeld, und eine höhere magnetische Intensität führte zu einer niedrigeren Wachstumsrate. Die Wirkung eines Magnetfelds auf die Polymorphie von CaCO3 wurde ebenfalls untersucht. Der Prozentsatz der Polymorphe hing von der Magnetisierungszeit ab. In der Niederschlagsmischung war Aragonit die vorherrschende polymorphe Form, die spontan durch Änderung des pH-Werts der Lösung herbeigeführt wurde, nachdem die übersättigte Lösung 48 h lang magnetisiert worden war.
