Zunächst sollte klar sein, dass sich beim Zerbrechen eines langen Magneten in Längsrichtung an der Bruchstelle automatisch ein Paar Nord- und Südpole bildet, während die Polaritäten der beiden Enden des ursprünglichen Magneten unverändert bleiben. Unabhängig davon, wie viele Teile zerbrechen, bleibt die Richtung der magnetischen Feldlinien im Magneten unverändert, und die Polarität ändert sich nicht. Warum ziehen sich die beiden Magnethälften an der Bruchstelle nicht aneinander? Der Grund dafür ist, dass der Bruch nicht vollständig in der Ebene bricht, sondern eine komplex gekrümmte Oberfläche bildet, sodass auch die Magnetfeldrichtung an der Bruchstelle eine komplexe Struktur aufweist. Wird der Magnet durch eine äußere Kraft zerbrochen, ändert sich auch das lokale Magnetfeld an der Bruchstelle. Daher ziehen sich die beiden Magnete gegenseitig an und stoßen sich seitlich stärker ab, was sich nur schwer wiederherstellen lässt.
Das Magnetfeld ist keine Ebene. Das Magnetfelddiagramm täuscht uns: Tatsächlich ist das Magnetfeld dreidimensional! Es ist überall verteilt, daher würde ich sagen, dass Menschen in einer zweidimensionalen Welt die Wunder einer dreidimensionalen Welt nicht verstehen können (versuchen Sie mal, einen Würfel zu finden und die Seiten zu zeichnen)! Je nach Längenwinkel (oben und unten) des Magnetstreifens ist der Breitengrad anziehend, während die anderen (vorne, hinten, links und rechts) abstoßend wirken. Am Bruch gibt es zu viele abstoßende Flächen und zu wenige Gravitationsflächen, sodass sie sich gegenseitig abstoßen.
Der Magnetismus eines Magneten ist eine makroskopische Manifestation des inneren atomaren Magnetismus. Dieser entsteht durch den atomaren Drehimpuls, d. h. durch die Überlagerung von Spin- und Bahndrehimpuls. Magnete bestehen im Allgemeinen aus ferromagnetischen Materialien wie Eisen, Kobalt, Nickel oder Ferrit. Innerhalb eines ferromagnetischen Materials ist der Drehimpuls der Atome in einem sogenannten „magnetischen Bereich“ in die gleiche Richtung ausgerichtet. Ist das Material nicht magnetisiert, ist der Drehimpuls der Atome in verschiedenen magnetischen Bereichen zufällig ausgerichtet, und das Material weist insgesamt keinen makroskopischen Magnetismus auf (großer magnetischer Bereich), zeigt das Material makroskopischen Magnetismus und wird zu einem Magneten. Im fertigen Magneten ist die Drehimpulsausrichtung aller Atome grundsätzlich gleich. Die Richtung des Drehimpulses ist durch einen Pfeil gekennzeichnet. Die Richtung, in die der Pfeil zeigt, ist der Nordpol des Magneten auf makroskopischer Ebene, die vom Pfeil abgewandte Richtung ist der Südpol des Magneten auf makroskopischer Ebene.
Magnetquerschnitt und Vertikalschnitt


