Der deutliche Anstieg der Rohstoffkosten für Ferritmagnete im vergangenen Jahr sind auf mehrere miteinander verbundene Faktoren zurückzuführen:
Steigende Strontiumcarbonat-Preise: Bei Strontiumcarbonat, einem Hauptbestandteil von Ferritmagneten, kam es zu deutlichen Preissteigerungen. So führte beispielsweise eine Preiserhöhung von 20% für Strontiumcarbonat im dritten Quartal 2022 bei mittelgroßen Herstellern zu einer Reduzierung der Produktion gebundener Magnete um 15%. Darüber hinaus sind die Preise für Strontiumcarbonat seit 2021 um das Siebenfache gestiegen und haben sich auf insgesamt 7.000 Yuan pro Tonne erhöht, was einem Anstieg von 1001 TP3T entspricht. P MarktforschungLinkedIn
Unterbrechungen der Lieferkette: Die Produktion von Strontiumcarbonat ist stark von Lieferanten abhängig, die sich auf Regionen wie China und Mexiko konzentrieren. Jegliche Störungen in diesen Bereichen, sei es aufgrund logistischer Herausforderungen, regulatorischer Änderungen oder anderer Faktoren, können zu erheblichen Lieferengpässen und damit zu höheren Preisen führen. P Marktforschung+1LinkedIn+1
Steigende Nachfrage in Schlüsselindustrien: Die zunehmende Verwendung von Ferritmagneten in Sektoren wie Unterhaltungselektronik, Automobilindustrie (vor allem Elektrofahrzeuge) und erneuerbare Energien hat die Nachfrage verstärkt. Diese erhöhte Nachfrage hat zusammen mit Lieferengpässen zu einem Aufwärtsdruck auf die Rohstoffkosten geführt.
Marktdynamik von Strontium: Der globale Strontiummarkt, der im Jahr 2023 auf 248 Millionen US-Dollar geschätzt wird, soll von 2024 bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6,31 TP3T wachsen. Dieses Wachstum spiegelt die zunehmende Nutzung in verschiedenen Anwendungen wider, einschließlich keramischer Ferritmagnete, was wiederum die Rohstoffpreise beeinflusst. ScienceDirect+2Grand View-Forschung+2Veröffentlichungen des US Geological Survey+2
Diese kombinierten Faktoren haben insgesamt zu einem erheblichen Anstieg der Rohstoffkosten für Ferritmagnete im vergangenen Jahr beigetragen.
Strontiumcarbonat ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Ferritmagneten. Es macht typischerweise aus 50% bis 60% der gesamten Materialkosten von Ferritmagneten. Der genaue Anteil kann je nach Faktoren wie der spezifischen Zusammensetzung des Magneten, den Herstellungsverfahren und regionalen Preisunterschieden variieren.
Andere Materialien wie Eisenoxid (Fe₂O₃) tragen ebenfalls erheblich zu den Materialkosten bei, doch Strontiumcarbonat bleibt aufgrund seiner Preisvolatilität und der Herausforderungen in der Lieferkette ein wichtiger Kostentreiber.
